WENN DER TOD EINTRITT


Es tut gut, in der Zeit der größten Trauer vertraute Menschen um sich zu haben. Darüber hinaus ist es sinnvoll, sich Fachleuten anzuvertrauen, die Erfahrung im Umgang mit Tod und Trauer haben. Sie können Ihnen bei den notwendigen Aufgaben helfen und Sie durch diese Zeit hindurch begleiten.
Wenn der Tod zu Hause eintritt, ist es notwendig, umgehend eine Ärztin oder einen Arzt zu rufen, damit ein Totenschein ausgestellt wird.
Nehmen Sie Kontakt mit dem zuständigen Pfarrer auf, um alles Weitere für die kirchliche Bestattung zu besprechen.
Ihr Pfarrer hilft Ihnen im Vorfeld der Trauerfeier und steht Ihnen auch in der Zeit nach der Bestattung seelsorglich zur Seite.
In der Regel werden Sie ein Bestattungsinstitut damit beauftragen, die Formalitäten für die Bestattung für Sie zu erledigen. Beim Vertrag mit dem Bestatter können Sie festlegen, was dieser für Sie erledigen soll und was Sie lieber selbst machen möchten.


WAS DIE EVANGELISCHE KIRCHE IHNEN ANBIETET

Tote dürfen bis zu 36 Stunden zu Hause aufgebahrt werden, bevor sie in die Leichenhalle überführt werden. Das Bestattungsunternehmen hilft dabei, die Verstorbene oder den Verstorbenen entsprechend herzurichten.
Krankenhäuser und Pflegeheime haben manchmal besondere Räume, in denen Verstorbene aufgebahrt werden können. Eine geeignete Umgebung hilft Ihnen, auf Ihre Weise Abschied zu nehmen.
Bevor der verstorbene Mensch von zu Hause, aus dem Krankenhaus oder dem Alters- und Pflegeheim abgeholt wird, können Sie Ihren Pfarrer bitten, eine Aussegnung vorzunehmen. Dies ist eine Andacht mit Trauernden, bei der die verstorbene Person mit Gebeten und Worten der Bibel in die fürsorglichen Hände Gottes übergeben wird.

Eine Aussegnung ist ein hilfreiches Ritual der Verabschiedung, das übrigens von jedem Christen vollzogen werden kann. Eine Anleitung dazu findet sich im Evangelischen Gesangbuch (EG) unter der Nr. 851, auf den Seiten 1298 bis 1300.
Zur Vorbereitung der Bestattung vereinbaren Sie bitte mit Ihrem Pfarrer einen Termin für das Trauergespräch, das häufig im Trauerhaus stattfindet. Dabei werden Ablauf und Gestaltung der christlichen Trauerfeier mit Ihnen besprochen.
Hier ist auch Raum für Ihren ganz persönlichen oder familiären Rückblick auf das Leben des oder der Verstorbenen. Jeder Mensch hat seine eigene Geschichte, die erzählt werden soll und darf. Was davon in die Ansprache des Pfarrers eingehen soll, entscheiden Sie miteinander im seelsorglichen Gespräch.
Bezüglich der Trauerfeier haben Sie die Möglichkeit, gemeinsam ein Bibelwort als Grundlage für die Predigt auszusuchen. Auch können Sie eigene Vorschläge für die Auswahl von Liedstrophen und geeigneten Musikstücken machen. Ihr Pfarrer wird Ihnen gern Entscheidungshilfen geben. Manchmal möchten sich Angehörige und Freunde in der einen oder anderen Form an der Trauerfeier beteiligen. Auch das ist nach Absprache möglich.